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Kommerz, Werbung und der Verkauf der Seele

06.03.07 – 20:20

Ich bezahle jeden Monat 5 Euro für das Webhosting bei All-inkl, sowie zusätzlich noch 20 Euro pro Jahr für die zwei Domains die ich zur Zeit auf eigenem Rechnung laufen habe (www.freenerd.de und www.johaninpolen.de). Bis jetzt war mein Blog hier immer werbefrei (ausser der kontinuierlichen Werbung für alles Mögliche, die sich für mich aber nicht in barer Münze ausdrückte). Das ändert sich nun.

Das es bis jetzt keine Webung hier gab, lag vor allem daran, dass kein Werbe-Angebot für mich passend zu sein schien. Es sollte schon ein Unternehmen aus Deutschland sein (ich will in Euro bezahlt werden. Ist mir sonst alles zu kompliziert) und ich will es mit meinem Blog-Layout und meinem Verständnis von “mein Blog, ich mach was ich will” in Einklang bringen. Nun habe ich mich für zwei Werbepartner und drei Werbeformen entschieden.

Ich habe mich bei Linklifter angemeldet. Der Name ist erstmal nicht sehr vertrauenserweckend (Shoplifter?) aber die Stimmen, die ich so gelesen habe, waren positiv. Ich verkaufe vier Textlinks, die man für einen Stückpreis von 15 Euro pro Monat ordern kann. Das Ganze ist weniger als Werbemodell, denn mehr als Linkverkauf für Suchmaschinenoptimierung gedacht. Die Links werden auf jeder Seite rechts in der Seitenleiste angezeigt. Ich bin gespannt, ob jemand so viel Geld für einen Link auf meiner Seite bezahlt. Naja, sie ist zumindest schon Pagerank 4 bei Google …

Ausserdem bin ich nun bei Amazon als Werbepartner angemeldet. Hier wird auf zwei Arten Geld verdient. Zum einen werde ich eine Self-Optimizing-Linkbox in die Seitenleiste integrieren, die für jede Seite eine (hoffentlich treffende) Kaufempfehlung aus dem Amazon-Shop anbietet. Zum Anderen werde ich die Musik#-Ausgaben und Filmrundrundumschläge mit [kaufen]-Links auf Amazon versehen. Amazon zahlt mir für jeden Kauf, der über meine Seite initiert wird eine Provision. Es kann also auch etwas anderes gekauft werden, wenn der Käufer von meiner Seite kommt, bekomme ich trotzdem Geld (wenn ich das richtig verstanden habe).

Ich habe also Werbearten ausgesucht, welche die verehrte Leserschaft hoffentlich gar nicht bis nur wenig penetrieren, aber mir doch etwas Geld einbringen. Schön wäre es, wenn wenigstens die oben erwähnten Hostingkosten für den Webspace wieder reinkommen.

Ich werde in einem Monat und in drei Monaten Rechenschaft über den bisherigen Erfolg der Werbemaßnahmen ablegen. Wenn es sich als unrentabel und/oder sehr störend erweisen sollte so werde ich es eben wieder runternehmen.

Nun noch etwas zum Seelenverkauf. Der geehrte Herr Plomlompom hat mich darauf hingewiesen, das ich auf dem besten Weg zum Hurenblogger bin, der Content nur des Geldes wegen produziert. Dieser Interessenkonflikt (“Ich schreib mal was darüber, dann kann ich das mit Werbung verbinden”) ist auf jeden Fall vorhanden. Ich setzte aber einfach mal die Thesen dagegen, dass man zum Einen immer noch Transparenz walten lassen kann, indem man über seine Werbeaktionen spricht und sie kritisch betrachtet und das es ja auch ein Ansporn sein kann, mehr und besseren Content zu liefern, da dieser sich ja auch noch wirklich bezahlt machen könnte.

Ich bin gespannt, wie sich die ganze Geschichte weiter entwickelt.

  1. 3 Responses to “Kommerz, Werbung und der Verkauf der Seele”

  2. Haha :-)

    By Christian on Mar 7, 2007

  3. (Das hat ja auch schnell geklappt mit der Amazon-Übernahme?
    Frohes Kommerzhuren wünsch ich ;-) )

    By Christian on Mar 7, 2007

  4. Irgendwie bin ich auch gespannt.

    By Ronald on Mar 8, 2007

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