' freenerd '

berlin based nerd doing tech and music

Lebensreflektion

04.11.07 – 23:02

Ha, der Titel sacht es und wers nicht lesen möchte, der hat jetzt die Chance aufzuhören.

Das Studium macht mich doch schon ganz schön fertig. Auf einmal habe ich keine Zeit mehr. Zumindest habe ich das Gefühl. Anderhalb Jahre lang war ich nun beschäftigt aber doch nicht richtig. Alle Beschäftigungen waren nicht kontant sondern irgendwie fließend und abwechslungsreich. Vor allem aber war nichts so durchdringend wie das Studium.

Ich hatte mir schon gedacht, dass es nicht so einfach wird und die Umstellung da sein wird. Wenn ich mich ranhalte, dann schaffe ich das alles auch, daran habe ich keine Zweifel. Die Frage ist eher, wieviel bin ich bereit darin zu investieren?

Im Moment fahre ich eigentlich jeden Tag der Woche um 8:00 los und bin frühstens um 16:00 wieder da. Dazu kommen aber noch Hausarbeiten bzw. Vor- und Nachbereitung, in die ich im Moment wohl noch zu wenig Zeit stecke. Das wird sich also noch erhöhen.

Ab nächster Woche werde ich arbeiten gehen. 5 Stunden in der Woche sind ausgemacht, vielleicht kann ich etwas Arbeit mit nach hause nehmen und am Wochenende machen. Irgendwie anwesend muss ich aber doch bestimmt immer mal wieder auf der Arbeit sein, dafür wird auch Zeit drauf gehen.

Zusätzlich kümmer ich mich grade um das DJ-Zeug. Da ist vor allem das “Ich will gebucht werden” zeitintensiv. Promo, Mails schreiben, Kontakte knüpfen und halten, damit man irgendwann mal irgendwo zu irgendwelcehn Konditionen spielen kann. Das eigentliche Musik anhören und auflegen üben kommt zusätzlich als Zeitbelastung noch dazu, doch das macht ja eigemtlch viel Spass.

Zusätzlich treffe ich gerne oft und dauernd mit allerhand Menschen, am meisten mit meiner wundervollen Freundin, und das bestimmt mein Leben auch entscheidend.

Die große Frage ist nun, bekomme ich das alles unter einen Hut? Oder anders, wie lege ich die Präferenzen? Wo werden Abstriche gemacht, wenn es doch mal eng wird?

Und überhaupt, die Frage die mich beschäftigt ist eigentlich, wie will ich Leben? Was ist mein Ziel und welche sind die Mittel dahin zu kommen? Alleine das darüber nachdenken ist schon so anstrengend …. Ich hör jetzt erstmal eine John Coltrane Platte und bereite danach noch einen BWL Vortrag vor …

  1. One Response to “Lebensreflektion”

  2. Zur Prioritätensetzung immer die Frage stellen: Wird das gerade Einfluss darauf haben, was ich später auf meinem Grabstein stehen haben möchte? Außerdem: Arbeit in das investieren, was Spaß macht, fortwerfen, was anödet. Guten Arbeitszustand hat man erreicht, wenn der Stress und die Überladung mit zuviel Tätigkeit positiv und befördernd statt hemmend und auszehrend ist.

    By Christian on Nov 5, 2007

Sorry, comments for this entry are closed at this time.